Begriffserläuterungen:

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Deutscher Begriff   Erklärung   Englischer Begriff
Abladetiefe   Zulässiger Tiefgang eines Schiffes im Hafen aufgrund der Fahrwasserverhältnisse   draught loaded
Ablieferung   Zeitpunkt, zu dem die Werft (Verkäufer) das Schiff an den Käufer (Reederei) übergibt und damit das Eigentum auf die Reederei übergeht   delivery
Abnahmefahrt   s. Probefahrt   acceptance trial trip
Abwrackung   Verschrottung des Schiffes   scrapping
Abwässer   Flüssige Abfälle, s. MARPOL   discharges (liquid)
Achteraus   Hinter dem Schiff   astern; abaft
Achtern   Hinten, im achteren (hinteren) Teil des Schifffes   aft; after; sternwards
Ahming   Tiefgangmarken am Bug und Heck von Schiffen zum Ablesen des Tiefgangs   draught marks
Aktivruder   s. Ruder   active rudder
Anker   Vorrichtung zum Halten des Schiffes auf freiem Wasser; Haltekraft des Ankers wird durch Eingraben und Gewicht der Ankerkette bewirkt (s.a. Reede)   anchor
Antifouling   Gifthaltige Farbe für den letzten Anstrich des Schiffbodens, um tierischen und pflanzlichen Bewuchs zu vermeiden   anti-fouling
Astronomische Navigation   Schiffsortbestimmung mit Hilfe von Ortungsverfahren, die auf der visuellen Beobachtung von Gestirnen - insbesondere der Messung ihrer Höhe - beruhen   astronomical navigation
Atlantischer Ozean   Der Atlantische Ozean ist der zweitgrößte Ozean der Erde. Er nimmt eine Fläche von 82 Mio. km² ein und ist damit halb so groß wie der Pazifische Ozean. Der Atlantische Ozean entstand durch die Teilung des einst zusammenhängenden Urkontinents. Das Auseinanderbrechen der Kontinentalplatten vollzog sich entlang des heutigen Mittelatlantischen Rückens. Die Neben- bzw. Randmeere des Atlantiks sind u. a. das Mittelmeer, die Nordsee, die Ostsee, die Hudson Bay, der Golf von Mexiko und das Karibische Meer. Bei einer durchschnittlichen Tiefe von 3 600 m erreicht der Atlantik seine größte Tiefe (ca. 8605 m) im Puerto Rico-Graben.   atlantic ocean
Aufbau   Gedecktes Bauwerk auf dem Freiborddeck, das von Bord zu Bord reicht oder dessen Seitenbeplattung um nicht mehr als 0,04 B von der Außenhaut eingerückt ist (z.B. Back)   superstructure
Aufbaudeck   Die unmittelbar über dem obersten durchlaufenden Deck liegenden Aufbaudecks sind Backdeck, Brückendeck und Poopdeck. Aufbaudecks über dem Brückendeck werden als 2., 3. usw. Aufbaudeck bezeichnet.   superstructure decks
Aufslippen   Ein Schiff mit einer Slipanlage aus dem Wasser ziehen.   to haul up; to slip up; to draw up
Auftakeln   Masten, Rahen und Segel eines Schiffes aufrichten   to rig up
Auftrieb   Kraft, die der Schwerkraft entgegengesetzt gerichtet ist und als hydrostatischer Auftrieb auf einen in Flüssigkeit getauchten Körper wirkt. Der hydrostatische Auftrieb ist der Größe nach gleich dem Gewicht der verdrängten Flüssigkeitsmenge.   buoyancy
Auslaufen   Verlassen des Hafens durch ein Schiff   to sail; to leave the port
Autotransporter   Spezialfrachtschiff für den Transport von Kraftfahrzeugen   car carrier
Außenbords   Außerhalb des Schiffes befindlich   outboard
Außenhaut   Boden- und Seitenbeplattung des Schiffskörpers   plating
Backbord   Linke Seite des Schiffes in Bezug auf seine Längsachse von hinten nach vorn gesehen (rot)   port side
Bake   An Land oder im Flachwasser feststehendes Seezeichen   beacon
Ballast   Belastung des leeren bzw. leicht beladenen Schiffes zur Erreichung genügender Stabilität und genügenden Tiefgangs   ballast
Ballastsystem   Rohrleitungssystem mit Pumpen zum Fluten (Füllen) und Lenzen (Entleeren) des Ballasttanks   ballast system
Bareboat Charter   Es wird nur der Schiffskörper (bareboat) vermietet, d.h. ohne Besatzung und ohne Ausrüstung. Der Charterer ist selbst für die Bemannung und Ausrüstung verantwortlich.   bareboat charter
Barge   Motorloser, sehr völliger, schwimmfähiger Behälter zur Aufnahme von Frachtgut (Schute)   barge
Barrel   Maßeinheit für Erdöl. 1 Barrel = 158,97 Liter   barrel
Bauaufsicht   Überwachung der Konstruktion, des Bauens und der Erprobung von Schiffen entsprechend den vereinbarten Vorschriften (Bauvorschriften, internationale Schiffssicherheitsregeln)   construction supervision
Beaufort-Skala   Einteilung der Windstärke nach ihren Auswirkungen auf der Erdoberfläche. Die 13-stufige Skala entwickelte der englische Admiral Beaufort.   Beaufort-scale
Befrachter   Der Befrachter ist der Vertragspartner des Verfrachters aus dem Seefrachtvertrag. Oft auch als Verlader oder als Charterer bezeichnet.   freighter; charterer
Bergungsschiff   Seetüchtiges Schiff mit hoher Schleppkraft und starker Lenz- und Feuerlöscheinrichtung   salvage vessel; recovery vessel
Besichtiger   Experte des GL der die Übereinstimmung eines technischen oder schiffssicherheitstechnischen Sachverhaltes oder Produktes mit den Vorschriften des GL und/oder mit den international erlassenen Vorschriften nach Besichtigung/Prüfung bestätigt   surveyor
Besichtigung   Unparteiliche und neutrale Überprüfung bzw. Untersuchung eines technischen oder schifssicherheitstechnischen Sachverhaltes oder Produktes zur Feststellung und Nachweis über Art und Umfang der Übereinstimmung mit zutreffenden Vorschriften   survey
Besichtigungszeitraum   s. Zeitfenster   survey period
Bilge   Sammelraum für Schwitz- und Leckwasser, der an der tiefsten Stelle des Schiffsbodens angeordnet ist.   bilge
Bilgenlenzsystem   s. Lenzsystem   direct bilge suctions
Bilgenwasserentöler   Technische Einrichtung zur Entölung des sich in den Bilgen von Maschinenräumen ansammelnden ölhaltigen Wassers.   oily-water separator
Blockkoeffizient   s. Völligkeitsgrad   block coefficient
Bodenbelastung   Zulässige Belastung der Tankdecke des Doppelbodens   bottom load
Bodenbesichtigung   Bodenbesichtigungen dienen der periodischen Überprüfung des Unterwasserbereiches des Schiffskörpers, der zum Maschinenbetrieb gehörenden Öffnungen und Verschlüsse in der Außenhaut sowie der außenbords angeordneten Teile der Ruder- und Antriebsanlage   bottom survey
Bodenwrangen   Querträger im Schiffsboden zum Versteifen der Außenhaut und bei Doppelboden zusätzlich zum Stützen des Innenbodens (Tankdecke). Ausführungen: durchgehend interkostal (eingesetzt zwischen den Seitenträgern), als Tankwand wasser- bzw. öldicht)   floor plates
Bordkran   Ladeeinrichtung, die anstelle des Ladegeschirrs oder zusätzlich installiert ist   deck crane
Brandklassen   Einteilung brennbarer Stoffe nach den Erscheinungsformen bei ihrer Verbrennung. Für Brandbekämpfung und vorbeugenden Brandschutz von Bedeutung (z.B. Brandklasse A: Feste Stoffe, die unter Glutbildung verbrennen).   fire classes
Brandung   Deformierte Wellen, die beim Auflaufen von Windsee oder Dünung gegen die Küste oder künstliche Hindernisse entstehen.   surf; breakers; surge(s); seething of waves
Breite B   Größte Breite des Schiffes gemessen über Außenkante Spanten   breadth B
BRZ   Bruttoraumzahl (gesamter umbauter Schiffsraum; dimensionslose Zahl)   GT (gross tonnage)
Bug   Vorderteil des Schiffs   Bow
Bulk Carrier   Frachtschiff für schüttfähige trockene Massengüter. S.a. Massengutschiff   bulk carrier
Bulkladung   Schüttfähige Massengüter Major bulks: Erz, Kohle, Getreide, Bauxit, Phosphat Minor bulks: Düngemittel, Zement, Koks, Schrott   bulk cargo
Bunkern   Übernahmne von Treibstoff, Wasser und anderer Vorräte für die Reise   to bunker
Butterworthanlage   Tankreinigungsanlage, bei der mit einer besonderen Spritzeinrichtung (rotierende Spritzdüsen) Tanks mit Seewasser, einer Waschlauge oder entsprechenden Chemikalien ausgespritzt werden   Butterworth tank cleaning device
Charter   Schiffsverwendung durch Dritte; "Miete" eines betriebsbereiten Schiffes für eine bestimmte Zeitdauer oder Reise   charter
Charterrate   Der "Mietzins" für die Überlassung eines Schiffes, i.d.R. in US-Dollar pro Tag. Die Höhe ist abhängig von Schiffstyp und -größe, Fahrtgebiet sowie der Weltkonjunktur   charter rate
Chartervertrag   Vertrag zwischen dem Charterer und dem Eigentümer des Schiffes über die Nutzung des Schiffes für eine festgelegte Zeitdauer oder Reise(n)   charter party
Checken   Zahlenmäßiges Erfassen der Ware nach vorgegebenen Kennzeichen.   to check
CO2-Feuerlöschanlage   Feuerlöschanlage für geschlossene Räume, z.B. Laderäume, die das Feuer durch Kohlendioxid erstickt.   CO2-fire-extinguishing system
COLREG   Internationale Kollisionsverhütungsregeln (International Regulations for Preventing Collisions at Sea)   COLREG
Con-Bulker   Con-Bulker befördern neben Stückgut auch Container und haben in der Regel eigenes Ladegeschirr (gears).  
Container   Passiver, also nicht eigenbeweglicher Transportbehälter, der wiederholt verwendet werden kann. Bestandteile: Containerrahmen, Stirn- und Seitenwände, Dach- und Bodenkonstruktion, Innenausbauteile sowie Be- und Entladeöffnungen. ISO-Norm für Abmessungen und Eckstücke. Standard: 20 TEU und 40 TEU-Container. TEU: Twenty Feet Equivalent Unit   container
Containerschiff   Schiff, das ausschließlich Container transportiert und mit entsprechenden Einrichtungen ausgerüstet ist   container ship
Dünung   Windwellen, die aus dem Windfeld herausgewandert oder nach Abzug des Windfeldes verblieben sind. Reine Dünung ist meistens erst ausgebildet, wenn die Windsee ihr Entstehungsgebiet seit 30 Stunden verlassen hat. Der Seegang verändert dabei seine Form. Die kürzeren Wellen klingen ab und werden von weit ausgreifenden, längeren und weniger steilen Wellen abgelöst.   swell
Davit   Galgenartige Aussetzvorrichtung für Rettungsboote   davit
Deadweight (DWT)   Maximal zulässige Ladefähigkeit eines Schiffes in Tonnen   deadweight (DWT)
Decksbalken   Steifen im Deck. Im Allgemeinen quer zur Schiffslängsrichtung angeordnet. Die Decksbalken werden längs angeordnet, wenn die Schiffslängsfestigkeit sehr wichtig ist.   deck beams
Decksbucht   Wölbung des Decks in Querrichtung, um an Deck kommendes Wasser schneller abzuführen   chamber of deck
Deckshaus   Gedecktes Bauwerk über dem Gurtungsdeck, dessen Seitenbeplattung um mehr als 0,04 der Breite von der Außenhaut eingerückt ist   deckhouse
Deplacement   s. Tragfähigkeit (Verdrängung)   displacement
Dock   Anlage zum Anheben und Absenken von Schimmkörpern für Reparatur und Neubau   dock
Doppelboden   Bodenkonstruktion von Seeschiffen, die aus Außenboden (Teil der Außenhaut), Versteifungen (Mittel- und Seitenlängsträger, Bodenwrangen), Spanten und Innenboden (Tankdecke) gebildet wird. Schutz bei Grundberührungen.   double bottom
Doppelhülle   Schiffskörper mit seitlicher Doppelhülle (Seitentanks oder –räume) und Doppelbodentanks oder –räumen   double hull
Drehpunkt   Weg, den das Schiff bei einer fest vorgegebenen Ruderlage beschreibt (Maöverkennwert)   turning circle
Echolot   Gerät zur Messung der Wassertiefe auf indirektem Wege (Laufzeitmessung von Ultraschall-Impulsen)   echo sounder; echo depth finder
Einklarierung   Abfertigung der Schiffe durch die Hafenbehörden bei ihrer Ankunft in den Seehäfen   clearing in
Eisbrecher   Spezialschiff mit starkem Antrieb zum Aufbrechen und Erhalten einer Fahrrinne im Eis. Aufgrund des flach ansteigenden Vorstevens im Unterwasserschiffsbereich schiebst sich der Eisbrecher auf die Eisdecke und bricht diese durch sein Eigengewicht.   ice-breaker
Eisgürtel   Der Eisgürtel ist die zu verstärkende Zone der Außenhaut. Der Eisgürtel wird in folgende Bereiche aufgeteilt: Vorschiffsbereich, Mittschiffsbereich, Hinterschiffsbereich, Vorfuß und oberer vorderer Eisgürtel   ice belt
Eisverstärkung   Verstärkung von Teilen des Schiffskörpers zum Schutz gegen Eisdruck durch dickere Außenhautbeplattung, Stähle höherer Festigkeit, Zwischenspanten und zusätzliche Stringer. Die Eisverstärkung wird im Vorschiff oder als Eisgürtel um den gesamten Schifffskörper von oberhalb Tiefladelinie bis unterhalb Leertiefgang vorgesehen. Sie ist abhängig vom Fahrtbereich und Schiffstyp.   ice strengthening
Elektrischer Strom   Die elektrische Spannung an Bord von Frachtschiffen beträgt 220 Volt Wechselstrom 60 Hz. Nur in Schiffen älteren Baujahrs gibt es noch 110 Volt Wechselstrom.   electricity
Elevator   Eine stetig fördernde Lade- bzw. Löscheinrichtung, bei welcher an einer umlaufenden Kette oder einem Band Gefäße in Becher- oder Trog- bzw. Taschenform angeordnet sind, mit deren Hilfe das Fördergut transportiert wird. Einsatz im Hafenumschlag.   elevator
Energiebilanz   Aufstellung, aus der die Belastung der im Schiff vorhandenen Stromerzeugeraggregate ersichtlich ist. In der Energiebilanz sind sämtliche an Bord aufgestellten Stromverbraucher zusammengefasst. Hieraus ergibt sich die Gesamtleistung, die von den Generatoren bereitgestellt werden muß.   energy balance
ETA   Estimated Time of Arrival   ETA
ETC   Estimated Time of Departure   ETC
ETD   Estimated Time of Departure   ETD
Fäkalientank   Tank zur Aufnahme von Fäkalien und Schmutzwasser   sewage tank
Fahrgastschifff   Schiff, das vornehmlich zur Beförderung von Fahrgästen und deren unmittelbar mitgeführtem Reisegepäck bestimmt ist. Ein Fahrgastschiff, das mehr als 12 Fahrgäste befördert.   passanger ship
Fahrtbereich   Im Fahrterlaubnisschein festgelegtes Seegebiet, in dem das Schifff aufgrund seiner Ausrüstung und Besetzung mit nautischen und technischen Befähigungszeugnisinhabern fahren darf.   range of service
Fahrterlaubnis   Jedes Seeschifff muß eine durch die See-Berufsgenossenschaft erteilte Fahrterlaubnis besitzen. Bei klassiifizierten Schiffen wird mit dem Verlust der Klasse regelmäßig die Fahrterlaubnis ungültig   sailing permit
Fahrterlaubnisschein   Der Fahrterlaubnisschein wird ausgestellt für alle Frachtschiffe und für Fischereifahrzeuge. Der Fahrterlaubnisschein enthält Angaben über Gültigkeitsdauer und Geltungsbereich, die wichtigsten Schiffsdaten, Erklärung der See-Berufsgenossenschaft, daß das Schiff gemäß der gültigen Vorschriften zur Seefahrt zugelassen worden ist.   sailing permit, sailing permit certificate
Fahrwasser   Von Schiffen benutzbarer Wasserweg, dessen Verlauf durch Seezeichen, Uferschutzbauten oder das Ufer selbst kenntlich gemacht ist.   fairwater
Fahrwasserbezeichnung   Seezeichenordnung oder Betonnungssystem, das auch als Lateralsystem bezeichnet wird. Es werden dabei die Fahrwasserseiten oder Fahrwassermitten bezeichnet.   channel marking
Frachtschiff   Allgemeine Bezeichnung für ein seegehendes Schiff, das zur Beförderung von Gütern eingesetzt ist. Unterscheidung nach der Art der Güter (Stückgutfrachtschiff, Massengutschiff, Tanker, Mehrzweckfrachtschiff, Spezialfrachtschiff u.a.).   cargo vessel, freighter
Freibord   Mittschifs senkrecht nach unten gemessener Abstand von Oberkante Decksstrich bis zur Oberkante der entsprechenden Lademarke. Freibordberechnung gemäß dem Internationalen Freibord-Übereinkommen von 1966.   freeboard
Freiborddeck   Das Freiborddeck ist das Deck, vom dem aus der Freibord gemessen wird. Es sit normalerweise das oberste, Wetter und See ausgesetzte durchlaufende Deck. Das Freiborddeck wird auf halber Schiffslänge durch den so genannten Decksstrich markiert.   freeboard deck
Freibordmarke   Die Freibordmarke zeigt den Freibord an beiden Seiten mittschiffs an.   load line mark
Freibordzonen   Meeresgebiete, in denen das Schiff auf Grund der Freibordvorschriften (Freibord) bis zu der entsprechenden Lademarke abladen darf.   freeboard zones
Freie Oberflächen   Frei bewegliche Flüssigkeits- oder Schüttgutoberflächen in Tanks oder Laderäumen, die infolge Verlagerung (Übergehen) bei Krängung eine Verringerung der Stabilität hervorrufen.   free surfaces
Freihafen   Hafen oder Hafenteil eines Seehafens, in dem keine Ein- und Ausfuhrzölle erhoben werden.   duty-free port
Gangway   s. Fallreep   gangway
Garnier   Materialien, die nicht fest mit dem Schiff verbunden sind und zum Schutz der Güter vor Schweißwasser, Flüssigkeiten aus Leckagen des Schiffes sowie seiner Einrichtungen oder ander Güter, vor Beschmutzung sowie mechanischer Beschädigung dienen.   dunnage
Generalplan   Gesamtdarstellung des Schiffes. Zeigt die Raumaufteilung des Schiffes. Die einzelnen Decks sind mit ihrer Einrichtung dargestellt.   general arrangement plan
Glattdeckschiff   Schiffstyp mit durchgehendem oberen Deck ohne von Bord zu Bord reichenden Aufbauten.   flush-deck vessel
Gurtungsdeck   Deck oder die Deckteile, die den Obergurt des wirksamen Längsverbandes bilden.   strength deck
Hafenamt   Staatliche Hafenbehörde oder Hafenaufsicht, die die Aufgabe hat, die Einhaltung der staatlichen Bestimmungen im Hafen zu überwachen.   harbour office
Hafenschlepper   Kleines Schiff mit starker Maschinenanlage zum Bugsieren, Schleppen oder Geleiten von Seeschiffen in Häfen.   harbour tug
Handelsschiff   Seegehendes Schiff für die Beförderung von Handelsgut und Passagieren über See, früher auch Kauffahrteischiff genannt, bzw.: Schiff, das zum Erwerb durch Seefahrt "bestimmt" ist. Ein Erwerb durch Seefahrt liegt vor, wenn das Schiff Personen oder Güter gegen Entgelt über See befördert (unmittelbar) bzw. ein Erwerb durch eine erst infolge der Seefahrt ermöglichte Tätigkeit, z.B. Erwerb durch Hochseefischerei (mittelbar).   merchant ship, trading vessel
Hauptabmessungen   Wichtigste Schiffsabmessungen (Länge, Breite, Tiefgang, Seitenhöhe)   principal dimension
Hauptmaschine   Ablage, die im Schiffsbetrieb für dne Antrieb der Wellenleitung und damit der Schraube notwendig ist und zum Vortrieb des Schiffes dient.   main engine
Hauptspant   Querschiffsebene auf 0,5 Länge zwischen den Loten (Lpp).   midship section
Havarie   Oberbegriff für alle Seeunfälle und Schäden in der Seefahrt.   average, damage
Hebezeug   Ortsfeste oder ortsveränderliche Anlagen udn Geräte zum Heben und Senken von Lasten. Krane aller Art, Ladebäume, Flurfördermittel mit Hubeinrichtungen, Hebebühnen und Seilzüge.   lifting gear, hoist
Heck   Hinterteil des Schiffes.   stern
hecklastig   Trimm des Schiffes, bei dem das Heck einen größeren Tiefgang hat als das Vorschiff.   trim by the stern
Indischer Ozean   Er ist der kleinste der drei Ozeane und bedeckt eine Fläche von etwa 73 Mio. km² (ca. 20% der Gesamtfläche aller Ozeane). Begrenzt wird er durch Eurasien, Afrika, Australien und die Antarktis. Obwohl er durch keine natürliche Grenze vom Atlantischen Ozean getrennt ist, gilt eine ca. 4000 km lange Linie entlang 20° östlicher Länge, die von der Südspitze Afrikas (Kap Agulhas) bis zur Antarktis verläuft, als Grenze. Eine klimatische Besonderheit ist der jahreszeitlich wechselnde Monsun.  
Japanisches Meer   Das Japanische Meer ist ein Randmeer des Pazifischen Ozeans. Es hat eine Fläche von etwa 1.008.000 km² und ist bis zu 3 742 m tief. Die Wassermassen sorgen für das warme Klima in Japan, sie sind außerdem ergiebige Fischfanggründe.  
Kap der Guten Hoffnung   Das Kap der Guten Hoffnung erhebt sich 256 m über den Meeresspiegel. Es liegt auf einer Halbinsel südlich von Kapstadt. Schiffe, die zwischen dem Südatlantik und dem Indischen Ozean verkehren, müssen das Kap umschiffen. Zum ersten Mal wurde das Kap vom portugiesischen Seefahrer Bartholomeu Dias 1488 Mal umsegelt. Der Name "Kap der Guten Hoffnung" wurde deshalb vergeben, weil die neue Route in den Osten von großer wirtschaftlicher Bedeutung war.  
Kap Hoorn   Das Kap Hoorn, erhebt sich 424m über den Meeresspiegel und ist der südlichste Punkt von Südamerika. Stürme, starke Strömungen und Eisberge machen die Umfahrung des Kaps zu einem gefährlichen Unternehmen. Zur Zeit der Segelschiffe, verschwanden Hunderte von Schiffen bei der Umfahrung des Kaps. Seit der Eröffnung des Panamakanals müssen Frachtschiffe nur noch selten (oder aufgrund ihrer Größe) das Kap Hoorn umfahren.  
Marianengraben   Der Marianengraben mißt die größte bisher gemessene Tiefe des Meeres (11.033m). Er befindet sich im Pazifischen Ozean, östlich der Marianen-Inselgruppe, die heute zu Mikronesien gehören. Tiefseegräben sind langgestreckte, rinnenförmige Einsenkungen in der Erdkruste. 1960 wurde der Marianengraben mittels eines Tiefseetauchgerätes erforscht. Der bogenförmige Graben, mit einer Breite von 70 km erstreckt sich über mehr als 2.550 km. Der Graben markiert die Grenze zweier pazifischer Platten.  
Monsun   Der Monsun ist ein beständig wehender Wind mit halbjährigem Richtungswechsel. Besonders ausgeprägt ist der Monsun in Südostasien. Im Winter fließt kühle und trockene Luft vom Land in Richtung Meer. Im Sommer ändert sich die Windrichtung und die Luft strömt vom Meer in Richtung Land. Damit verbunden kommt es zu starken Regenfällen. Die Änderung der Windrichtung ist das Ergebnis der unterschiedlichen Erwärmung von Kontinenten und Ozeanen im Laufe der Jahreszeiten. Der Sommer-Monsun entspricht einem innertropischen Westwind, der Winter-Monsun ist mit dem Nordost-Passat identisch.   monsoon
Nord-Ostsee-Kanal   Der Nord-Ostsee Kanal (ehem. Kaiser Wilhelm Kanal) stellt die kürzeste Verbindung zwischen Nord- und Ostsee dar. Er wurde zwischen 1887 und 1895 unter Kaiser Wilhelm erbaut und zwischen 1909 – 1914 erweitert. Der Kanal ist 98 km lang, 100m breit und 11m tief. Seeschiffe bis zu 61.000 BRT können ihn befahren. Mit dem Kanal wurde die Fahrstrecke für Schiffe zwischen Nordsee und Ostsee um etwa 340km verkürzt. Die schwierige Durchfahrt bei Jütland entfällt. Seit 1919 wurde der Kanal durch den Versailler Vertrag für den internationalen Schiffsverkehr geöffnet. Heute zählt er zu den meistbefahrenen Kanälen der Welt. Mit Gezeitenschleusen bei Brunsbüttel und Kiel-Holtenau wird ein gleichbleibendes Wasserstandsniveau gehalten.  
Nordost-Passat   Der Nordost-Passat (Nordost-Monsun) tritt in Indien auf. Es handelt sich um eine kalte, trockene Luftströmung aus dem Nordosten von Zentral-Asien zu Beginn der winterlichen Jahreszeit. Zu Beginn des Sommers kommt der Südwest-Passat vom Meer und bringt die sommerlichen Monsunregen zurück. Ausgelöst durch große Temperaturunterschiede zwischen dem Meer und dem Landesinnern bringen die Winde einmal Trockenheit im Winter und große Niederschläge im Sommer.  
Nordsee   Die Nordsee ist, wie auch die Ostsee, ein Nebenmeer des Atlantiks. Sie erreicht nur im Norden eine Tiefe von mehr als 100m. Die südöstlichen Küsten sind von Watten gesäumt. Die Gezeitenperiode der Nordsee beträgt rund 12,5 Stunden, der Tidenhub 4 bis 6m. Aufgrund der intensiven wirtschaftlichen Nutzung der Nordsee (reiche Erdöl- und Erdgasvorkommen) gehört die Nordsee zu den am stärksten verschmutzten Meeren der Erde.  
Ostsee   Die Ostsee ist ein Nebenmeer des Atlantischen Ozeans, in das zahlreiche Flüsse aus den Anrainerstaaten Estland, Lettland, Litauen, Russland, Finnland, Polen Deutschland und Schweden münden. Die Schifffahrtswege der Ostsee sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung für den gesamten Norden Europas. Die wichtigsten Ostseehäfen sind Kiel, Kopenhagen, Stockholm, Helsinki, St. Petersburg, Königsberg, Stettin und Rostock.  
Ozean   Der Ozean wird als zusammenhängende, die Erde bedeckende Salzwassermasse definiert. Man unterscheidet drei Ozeane: Atlantischen Ozean, Pazifischen Ozean und Indischen Ozean. Diese Ozeane spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Verteilung von Wetter und Klima auf der Erde.  
Ozeanien   Zu Ozeanien gehören die Länder Australien, Fiji, Kiribati, die Marshall-Inseln, Mikronesien, Nauru, Neuseeland, Palau, Papua-Neuguinea, die Salomonen, Samoa, Tonga, Tuvalu und Vanuatu.  
Panamakanal   Pro Jahr passieren ca. 12.000 Schiffe die Kanalschleusen zwischen Atlantik und Pazifik. Damit ersparen sie sich die rund 12.600 km lange Fahrt rund um das Kap Hoorn. Schiffe, die den Panamakanal passieren, dürfen nicht länger als 270m und breiter als 32,20m sein (Panamax-Maß), damit sie die kleinste der Schleusen befahren können. Die Schleusen heben die Schiffe auf das Niveau des Gatunsees, der 26m über dem Meeresspiegel liegt.  
Pazifischer Ozean   Der Pazifische Ozean ist der größte Ozean der Erde. Mit knapp 166 Millionen km² Wasserfläche nimmt der Pazifik fast die Hälfte der Gesamtfläche aller Ozeane ein. Im Osten wird der Pazifik durch Nord- und Südamerika begrenzt, im Norden von der Beringstraße, im Westen von Asien, den Philippinen, Indonesien, Neuguinea und Melanesien sowie im Süden von der Antarktis. Die Abgrenzung gegen den Atlantischen Ozean im Südosten ist willkürlich an der Drakestraße entlang des 68. Grades westlicher Länge gezogen. Die südwestliche Abgrenzung zum Indischen Ozean ist nicht offiziell festgelegt. Zu den Nebenmeeren des Pazifik gehören das Japanische Meer, das Ostchinesische Meer, das Südchinesische Meer, die Korallensee, die Tasmansee und das Beringmeer.   pacific ocean
St. Lorenzstrom   Der St. Lorenzstrom ermöglicht den Verkehr von Hochseeschiffen zwischen den Großen Seen und dem Atlantischen Ozean. Er spielt eine große Rolle im Handel zwischen den USA und Kanada sowie mit Übersee. Die Wasserstraße ist in der Zeit von Mai bis November befahrbar, für den Rest des Jahres ist sie durch Eisgang unpassierbar. Der St. Lorenzstrom ist für große Ozeanschiffe flussaufwärts bis Montréal befahrbar, und etwas kleinere Schiffe können bis zum Ontariosee über den St. Lorenzseeweg fahren. Obwohl er wegen Eisbildung an seinem Oberlauf von Dezember bis April nicht schiffbar ist, bildet er eine der wichtigsten Wasserstraßen der Erde.  
Suezkanal   Dieses Bauwerk wurde am 17.11.1869 für den Schiffsverkehr freigegeben und ist heute eine der wichtigsten Wasserstrassen der Welt. Der Kanal bietet eine schnelle Schiffsverbindung zwischen Europa, Asien, Ostafrika und Ozeanien. Er ist 195 km lang, die Passage dauert etwa 15-18 Stunden.  
Untiefe   Untiefen sind z. B. Sandbänke oder Teile eines seichten Flussufers. In der Regel liegt eine Sandbank unter dem Wasserspiegel, kann jedoch bei niedrigem Wasserstand auch aus dem Wasser ragen.  
Wetter   Wetter ist ein umfassender Begriff für: Temperatur, Luftdruck, Feuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Wolkenbildung und Niederschlag.   weather
deu
Hamburgische Seehandlung Gesellschaft für Schiffsbeteiligungen mbH & Co. KG • Neue Burg 2 • 20457 Hamburg • Tel.: 040 / 34 84 2 - 0 • Fax: 040 / 34 84 22 98 • info@seehandlung.de